Tutorial: Podcasts selber zuhause aufzeichnen | PODCAST HOME RECORDING

Im Moment können wir keine Podcasts bei uns im Atelier aufzeichnen. Da wir aber trotzdem weiterhin spannende Gespräche durchführen und festhalten wollen, führen wir die Podcasts remote aus dem Atelier via zoom durch. Doch wie geht das genau? Wie zeichnet man einen Podcast via zoom auf? Welches Equipment braucht man dazu? Wir hoffen, dir einige dieser Fragen mithilfe dieses Tutorials beantworten zu können.

Pt. 1 – Must Have

Um einen Podcast in den eigenen vier Wänden aufzeichnen zu können, brauchst gewisse Hardware und Software. Es gibt unmengen an geeignetem Equipment dafür, wir beschränken uns im folgenden Artikel auf die Gegenstände, die wir selber verwenden. Selbstverständlich gibt es auch noch anderes Equipment, das dafür verwendet werden kann.

1. Kommunikations- und Video Conferencing Platforms

Wir verwenden für die Calls die Video Conferencing Plattform Zoom. Spontan kommen mir daneben noch Skype, Teams oder aber auch jede andere Kommunikations-App in den Sinn, bei der du den Call aufzeichnen kannst.

Der Vorteil von Zoom besteht darin, dass nebst der Call-Aufzeichnun (Bild + Ton in einem File) auch noch jenste weitere möglichkeiten bestehen, die Unterhaltung aufzuzeichnen. So kann man bei Zoom das Bild und den Ton nicht nur in seperaten Files abspeichern, sondern auch das Audio noch in mehrere Dateien unterteilen, so dass für jede*n Teilnehmer*in ein eigenes Audio-File erstellt wird. Das ist bei der Postproduction extrem angenehm.

Wichtig ist, dass man wenn immer möglich, einen Kopfhörer mit integriertem Mikrofon (oder ein zusätzliches, externes Mikrofon) verwendet, um die Qualität des Audiosignals zu steigern.

Grundsätzlich würde dies bereits reichen, um einen Podcast von zuhause aus aufzeichnen zu können: Du könntest den Video-Call im Zoom-App selber aufzeichnen und danach die dabei entstandenen Video- und Audio-Files bearbeiten (wir nutzen dafür Premiere Pro) und veröffentlichen.

2. Externe Video Aufzeichnung

Aus Erfahrung empfehlen wir jedoch, nebst der Aufzeichnung via Zoom das Bild und den Ton noch zusätzlich extern aufzuzeichnen. Erstens als Absicherung (es ist äusserst enttäuschend, wenn man nach einem intensiven Gespräch, das über eine Stunde dauerte, bemerkt, dass man vergessen hat das Recording zu starten oder wenn Bild & Ton durch die schlechte Internetverbindung nur stockend aufgenommen wurden) und zweitens auch, weil die Ton und insbesondere die Bildqualität der Zoom-Aufzeichnung nicht sonderlich gut sind.

Wir zeichnen deshalb parallel zur Zoom-Aufzeichnung noch mit unserer Fujifilm X-T3 auf, indem wir das Signal via HDMI-Kabel auf dem Atomos Ninja V aufnehmen.

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3. Externe Audio Aufzeichnung

Das gleiche Prinzip gilt auch bei der Audio-Aufzeichnung: Doppelt hält besser. Deshalb zeichnen wir unseren Ton über ein Røde Procaster Mikrofon auf einem Zoom H5 (externer Recorder) auf. Dieser speichert unser Audio auf einer SD Karte. Nach der Aufzeichnung kann so die aufgenommene Tonspur einfach auf dem Mac abgespeichert werden.

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Da wir nicht davon ausgehen können, dass unsere Gäste ebenfalls mit Mikrofonen und Recordern ausgerüstet sind, bitten wir sie für ihre Audio-Aufnahme ihr Smartphone zu verwenden. Dabei starten sie zu Beginn des Gesprächs eine Aufnzeichnung in einer Sprachmemo-App. Nach dem Gespräch können sie diese Aufnahme gleich via Whatsapp oder Mail an mich senden und müssen sich danach nicht mehr um ihr Audio-File kümmern.

Pt. 2 – Nice to Have

Wenn du dir dein Equipment zusammengestellt hast, empfehlen wir dir, dir Gedanken zu deinem Set zu machen. Dein Audio wird aufgezeichnet und klingt super. Schön! Dein Bild wird aufgezeichnet. Perfekt! Aber WAS wird dabei aufgezeichnet?

Belichtung des Subjektes (DU)

Achte bei der Aufzeichnung darauf, dass du gut ausgeleuchtet bist. Hast du genügend Licht zur Verfügung? Sieht man dich auch gut genug oder bist du einfach ein dunkler Klotz aus Schatten? Wir empfehlen dir, dich in die Nähe eines Fensters zu setzen und das Licht welches dadurch in deine Wohnung fällt zu nutzen. Filme in diesem Fall nicht GEGEN das Fenster, sondern MIT dem Licht, das durch das Fenster hinein scheint.

Es sei denn, du hast noch zusäztliches Licht zur Verfügung um dich gut auszuleuchten. Dann musst du darauf achten, dass die Lichttemperatur aller Lichtquellen übereinstimmen.

Beachte deinen Hintergrund

Du bist schon fast so weit: Du hast dich für eine Video-Call Plattform entschieden, die Audio- und Video-Aufnahme ist organisiert, dein Platz ist ausgeleuchtet. Nun kannst du mit deiner Podcast-Produktion beginnen? NOCH NICHT GANZ! Mache eine Testaufnahme und achte dich dabei auf deinen Hintergrund. Was ist zu sehen? Was kannst du noch umstellen, was musst du auf/wegräumen? Lohnt es sich, einen Gegenstand im Hintergrund mit etwas Licht hervorzuheben? Nimm dir dafür genügend Zeit, es lohnt sich!

Und nun wünschen wir dir viel Spass bei der Aufzeichnung deines Podcasts! Lasse uns wissen, wenn wir etwas wichtiges vergessen haben oder wenn du diese Anleitung hilfreich fandest. Wir würden uns über ein Feedback freuen!

Unseren Podcast findest du übrigens hier: