Videoproduktion für einen Online Fotokurs

Der Fotografiekurs von Sarah richtet sich an ambitionierte Fotograf*innen, welche das Handwerk der Fotografie in Zusammenspiel mit Hunden erlernen möchten. Der Kurs findet Online statt. Die Teilnehmenden erhalten in mehreren Tutorials alle Informationen zur Fotografie und gleichzeitig Tipps im Umgang mit dem Hund. Zwei Videos zeigen praktische Beispiele mit Hund und Kamera, welche wir in der Melchsee-Frutt und im Eigenthal gefilmt haben. Die restlichen Videos, welche die Praxisvideos vertiefen und den Postproduction Workflow zeigen, hat Sarah bei sich zuhause aufgenommen. Wir haben ihr ein Studio eingerichtet, in welchem sie mehrere Tage selbständig filmen konnte.

DAS IST SARAH STANGL

Sarah ist eine engagierte Fotografin aus Luzern, welche sich auf abenteuerliche Elopement Hochzeiten und Paarshooting in den Alpen spezialisiert hat.

Als Hochzeitsfotografin ist sie in der Zentralschweiz, aber auch in der ganzen Schweiz an Trauungen und Festen unterwegs. Egal ob Zivilhochzeit, eine freie oder kirchliche Trauung, sie ist jederzeit mit viel Herzblut und vollem Engagement dabei. Am wichtigsten sind ihr die Emotionen und Interaktionen zwischen Brautpaar und Gästen. Mit viel Liebe zum Detail und einem guten Gespür für die richtigen Momente, sind einzigartige Fotos von eurem Hochzeitsfest garantiert.

Sarah hat sich auf einem weiteren Gebiet spezialisiert. Siebietet mit Abenteuerhunde Fotografie professionelle Hundefotografie an. Egal ob Shooting, Kurse oder Workshops, von Sarah könnt ihr viel Lernen oder tolle Fotos erhalten.

FILMSTUDIO ZUHAUSE

In einem kleinen Ecken in Sarahs Wohnung haben wir ein Studio eingerichtet, damit sie selbständig Aufnahmen machen konnte. Es war einiges an Inhalt, das Sarah in den „Studiovideos“ vermitteln wollte. Damit das Budget im Rahmen blieb haben wir mit Sarah entschieden, dass wir ein schöne Setup einrichten und sie nachher ohne Zeitstress und in mehrere Versuchen ihre Takes machen konnte. In diesem speziellen Fall hat eine Betreuung von unserer Seite keinen Sinn gemacht, weil sich Aufwand und Ertrag nicht gerechnet hätten.

Das Studio haben wir extra abgedunkelt (Storen heruntergelassen), damit das Licht im Raum immer gleichblieb. Somit musste Sarah sich nicht um die richtige Belichtung kümmern, weil sich nach dem erstmaligen Einstellen der Kamera nichts mehr veränderte.

Die Canon C300 mkii haben wir mit einem Tamron 24-70m f2.8 ausgestattet und auf Autofokus mit Gesichtserkennung eingestellt. Das Mikrofon (Rode NTG-2) war per XLR direkt mit der Kamera verbunden und auf automatische Lautstärke eingestellt. Somit musste sich Sarah weder um die Schärfe, noch um die Lautstärke kümmern.

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Sarah hatte vor sich ihr eigenes Macbook für die Bildbearbeitung und die Folien, welche sie präsentierte. Zudem haben wir das Bild der Kamera auf einen Referenzmonitor (Atomos Shogun Flame) übertragen, damit sie ab und zu einen kurzen Kontrollblick darauf werfen konnte, ob sie noch in der Mitte des Bildausschnittes sitzt.

Für das nächste Studio Zuhause haben wir ein wichtiges Learning mitgenommen. Wir haben erst im Nachhinein gemerkt, dass das Macbook von Sarah sehr laut lüftete während der Bildbearbeitung. Während dem Test im Studio ist uns das nicht aufgefallen, weil der Laptop nicht am Limit lief. Das gab dann ein wenig mehr Aufwand in der Postproduktion.

Bild oben: So sieht das dann im fertigen Video aus.

SHOOTING IN DEN SCHWEIZER ALPEN

In zwei Videos wollte Sarah den Teilnehmenden an Praxisbeispielen mit dem Hund das bereits gelernte vertiefen und veranschaulichen.

Für die beiden etwas aufwändigeren Videos sind wir einen Tag auf die Melchsee-Frutt und an einem zweiten Tag ins Eigenthal gefahren.

Mit dabei waren Miley (Hund) und Nadja. Sarah hat nicht ihre eigenen Hunde mitgenommen. Somit konnte sich Nadja um ihren Hund kümmern, wenn Sarah etwas in die Kamera erklären musste, wo der Hund nicht gebraucht wurde. Möglichst leicht bepackt waren wir an diesen beiden Drehtagen unterwegs, damit schwere Rucksäcke vermieden werden konnte. Die beiden Filmkameras, eine C300mkiii und C300mkii, haben wir jeweils mit einem Tamron 24-70mm f2.8 ausgestattet. Mit diesen Zoomobjektiven war es uns möglich von „wide“ bis „close“ alles zu filmen, was es bei diesem Projekt brauchte. Objektivwechsel für verschiedenen Brennweiten brauchen immer viel Zeit und es ist gut möglich, dass der Sensor der Kamera etwas Staub oder ähnliche einfängt, was auf den Aufnahmen zu sehen sein könnte.

Das Team bestand neben den Protagonistinnen aus Sarah, welche für den Inhalt ihrer eigenen Videos verantwortlich war. Die erste Kamera bediente Nicolas. Die Verantwortung für die zweite Kamera und Regie waren bei Jonas. Fadri war an diesem Dreh für den Setton verantwortlich. Er hat den Ton mit einem NTG-2 an der Tonangel und einer Funkstrecke mit einem DPA Mikrofon aufgenommen. Als Recording-Device diente das Zoom F8, welches über D-Tap mit einem V-Akku gespiesen wurde. Das Zoom F8 besitzt die Funktion „Dual Channel Recording“. Das bedeutet, dass der Audioinput eines Kanals gleichzeitig auf einem zweiten Kanal aufgenommen wird. Die Aufnahmelautstärke des zweiten Kanals kann separat reguliert werden. Wir nehmen auf dem zweiten Kanal jeweils mit weniger Dezibel auf. Wenn die Person am Mikrofon plötzlich laut spricht oder lacht und der erste Kanal überschlägt, dann haben wir in diesem Fall jeweils die zweite, leiser aufgenommene Tonspur, als Backup.

Mit dabei in den Bergen war zudem Adriana. Sie ist ehemalige Praktikantin von gango luege. Wir haben Sie bei diesem Projekt als Freelancerin aus mehreren Gründen mitgenommen. Der Hauptgrund war, dass wir von diesem Projekt möglichst viele Bilder und Videomaterial für unsere eigenen Kommunikationskanäle haben. Aus den Aufnahmen von Adriana haben wir zwei Videoblogs geschnitten und die Bilder in diesem Blogbeitrag sind auch von ihr. Adriana hat uns beim Tragen von Material unterstützten können. Zudem hätte sie bei Ausfall von Personal eine Kamera übernehmen können. Wetterabhängige Projekte in der Natur erlauben keine Terminverschiebungen aufgrund ausfallenden Personals. Wir können uns nicht erinnern aufgrund von Personalausfall einen Dreh abgesagt zu haben. Aber wir wollten bei der Planung kein Risiko eingehen.

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POSTPRODUCTION

Nach der Preproduction (Besprechungen, Konzept, Drehplanung, Materialvorbereitung) und Production (Dreharbeiten) widmeten wir uns der Postproduction. Zur Nachbearbeitung gehören einige Schritte:

– Synchronisieren

– Aussortieren

– Rohschnitt

– Feinschnitt

– Animation

– Sounddesign

– Color Grading

Für das Synchronisieren von Bildmaterial und Ton benutzen wir normalerweise eine Filmklappe. Bei diesem Projekt haben wir uns für eine anderen Art der Synchronisierung entschieden, weil wir an den Drehtagen in den Alpen keine Zeit für die Klappe hatten, benutzten wir das Tentacle Sync. Die Tentalces sind kleine Geräte, welche vor dem Dreh von einem ipad den gleichen Timecode erhalten. Danach wird an jedes Gerät (Kamera, Audioaufnahmegerät) ein Tentacle gehängt und per SDI verbunden. Bei jeder Aufnahme wird in das Video- bzw. Audiofile der Timecode digital „eingebrannt“. Zurück am Schnittplatz importieren wir alle Aufnahmen in eine Software und synchronisieren mit einem Klick den gesamten Drehtag. Das exportierte .xml-File importieren wir danach ins Premiere Pro und erhalten eine Sequenz mit allen synchronisierten Aufnahmen.

Im Schnitt werden die besten Takes genommen und mit den weiteren Aufnahmen angereichert. Den Rohschnitt haben wir danach an Sarah geschickt. Bei einem Rohschnitt geht es vorallem darum, dem*r Kund*in ein Gefühlt zu vermitteln in welche Richtung sich das Endprodukt entwickelt. Stimmen Musik zum Film? Ist er zu lang oder zu kurz? Was kann weggelassen werden? Während 3 Iterationsschleifen gibt es einen Austausch mit dem*r Kund*in, bis das fertige Master-File verschickt wird.

Aus allem Material haben wir für die Kommunikation und Werbung zwei Teaser zusammengeschnitten. Die Teaser hatten zum Ziel einen Einblick in die Qualität der Videos bzw. der Schulung zu geben. Es war mehr ein Zusammenschnitt von Moodbilder, als vertiefte Informationen zur Schulung. Die Informationen hat Sarah auf ihrer Website übersichtlich dargestellt. Die beiden Teaser haben wir in den Formaten 16:9 für die Website und in 4:5 für einen Instagram Post und 9:16 für die Instagram Story exportiert.

AUSBLICK

Wir freuen uns immer wieder mit Sarah zusammen zu arbeiten. Bei diesem Projekt ist es besonders schön, dass die Aufnahmen für mehrere Schulungen benutzt und somit langfristig von Personen angesehen werden. Wir haben bei diesem Projekt viel gelernt und freuen uns auf die nächste Produktion für eine weitere Onlineschulung mit Sarah. Oder mit dir? Wenn du Fragen zur Filmproduktion hast, dann melde dich ungeniert bei uns. Gerne stellen wir auch bei dir zuhause ein Filmstudio auf.